Mitglieder des Vorstandes nach den Neuwahlen vom 28.12.2023
VORSTAND
Obmann: Herr Walter Feineler
Obmann-Stellvertreter: Herr Simon Strolz
Schriftführer: Herr Johannes Wacker
Kassierin: Frau Doris Kapferer
Beirat: Herr Emanuel Feineler, Herr Robert Schranzhofer, Herr Paul Strolz
Kassaprüfer: Herr Christian Jäger und Herr Robert Pahle
Zunftmuseum
Das "ZUNFTMUSEUM" ist im "Alten Widum" untergebracht und steht neben der Bichlbacher Pfarrkirche St. Laurentius (renoviert von 2013 bis 2015). Das baufällige Widum (1761 erbaut) wurde in unzähligen, freiwilligen Arbeitsstunden renoviert. Die feierliche Eröffnung fand 2006 statt. Im Mai 2023 startete der Umbau/die Adaptierung zum "Amtsgebäude" der Gemeinde Bichlbach. Das Zunftmuseum profitiert ebenfalls von diesem Umbau durch neue Abstellflächen, ein Archiv und die Benützung des neuen Kommunikationsraumes. Im Zunftmuseum sind wertvolle Objekte und Materialien der Handwerkskunst und des Zunftwesens ausgestellt, Diese dokumentieren auf eindrucksvolle Art und Weise die Geschichte der Außerferner Handwerker. Hier erfahren die Besucher wie Zimmerer, Maurer, Maler, Stuckateure und Bildhauer damals gearbeitet haben. In der Zunftkirche St, Josef, die einzige Österreichs, können die eindrucksvollen Werke und Arbeiten bewundert werden.
Ziel ist es mit diesem Themenmuseum die Kulturarbeit zu stärken, zu vernetzen und sichtbar zu machen - nach innen durch Professionalisierung, nach außen als Ort lebendiger Kulturvermittlung. Das Zunftmuseum ist Erinnerungskultur, ein Erfahrungsraum, der Identität stiftet und gesellschaftliche Entwicklung spiegelt.
Die Zunftbruderschaft (1977 wiedereingesetzt) organisiert Führungen in der Zunftkirche und im Zunftmuseum. Details dazu unter der Rubrik "Führungen".
Auszeichnungen
2008 Tiroler Museumspreis für das Projekt Museumsverbund Außerfern 2015 Tiroler Museumspreis (zusammen mit dem Museum im Grünen Haus in Reutte und dem Zunftmuseum Bichlbach)
Zwischen Front und Erinnerung: Die Tiroler Kaiserjäger einst und heute.
Die Tiroler Kaiserjäger zählten zu den elitärsten Infanterietruppen der k.u.k. Armee. Von 1815 bis 1918 prägten sie – überwiegend aus Tirol und Vorarlberg, und damit auch aus dem Außerfern, rekrutiert – die Militärgeschichte der Habsburgermonarchie. Ihre besondere Stärke lag in der regionalen Verwurzelung, hoher Disziplin und ihrer herausragenden Eignung für den Gebirgskrieg.
Hervorgegangen aus den Erfahrungen der Napoleonischen Kriege und der Tiroler Freiheitskämpfe, wurden die Kaiserjäger als reguläre militärische Formation etabliert. Sie standen in nahezu allen großen Konflikten des 19. Jahrhunderts im Einsatz und bewährten sich im Ersten Weltkrieg unter extremsten Bedingungen an der Alpenfront.
Doch die Geschichte der Tiroler Kaiserjäger endet nicht mit der Auflösung der Armee im Jahr 1918. Über ihre militärische Rolle hinaus entwickelten sie ein starkes Selbstverständnis – geprägt von Treue, Kameradschaft und enger Verbundenheit zur Heimat. Bis heute wirken ihre Tradition )und Erinnerung als bedeutender Teil der Tiroler Geschichts‑ und Identitätskultur fort.
In seinem Vortrag zeichnet Erich Printschler diesen Weg nach: von der Entstehung und den militärischen Einsätzen der Tiroler Kaiserjäger über ihr besonderes Selbstverständnis bis hin zur Frage, warum ihre Tradition auch mehr als ein Jahrhundert später nichts von ihrer Bedeutung verloren hat – gerade in einer Zeit, in der sich militärische Ereignisse und internationale Konflikte zuspitzen.
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