Mitglieder des Vorstandes

Konstituierung des neuen Vereines "Zunftbruderschaft St. Josef zu Bichlbach" mit Neuwahlen am 19. März 2025.
 
VORSTAND
Obmann: Herr Paul Strolz
Obmann-Stellvertreter: Herr Ernst Hornstein
Schriftführerin: Frau Mag. Birgit Maier-Ihrenberger
Kassierin: Frau Brigitte Hornstein
Kustos: Herr Klaus Ziernhöld
Chronist: Herr Jürgen Gerrmann
Pfarrer von Bichlbach: Herr Mag. Tomasz Kukulka
Bürgermeister von Bichlbach: Herr Stefan Schwarz
Obmann der Kulturrunde Bichlbach-Lähn-Wengle: Herr Walter Feineler
Kassaprüfer: Herr Manfred Saurer, Herr Johann Strolz,
 
Schirmherrschaft:
Bischof der Diözese Innsbruck: Herr MMag. Hermann Glettler
Dekan des Dekanats Breitenwang: Herr Mag. Franz Neuner
Landeshauptmann von Tirol: Herr Anton Mattle
 
Kraft ihres Amtes gehören der Pfarrer von Bichlbach, der Dekan des Dekanats Breitenwang und der Obmann der Kulturrunde Bichlbach-Lähn-Wengle dem Vorstand an und unterliegen nicht dem Wahlrecht durch die Generalversammlung (werden nicht gewählt).

Präsidenten von 1982

Restaurierungsausschuss Obmann
19. März 1977 bis 19. März 1982 Josef STROLZ
 
Neukonstruierung des Bruderschaftsrates Geschäftsführende Präsidenten 1982 bis 2025
19. März 1982 bis 19. März 1985     Ingenieur Herbert SAURER
19. März 1985 bis 19. März 1991     Bürgermeister Albert LINSER
19. März 1991 bis 19. März 1997     Baumeister Erich HEISERER
19. März 1997 bis 19. März 2003    Zimmermeister Manfred SAURER
19. März 2003 bis 19. März 2015    Bürgermeister Klaus ZIERNHÖLD
19. März 2015 bis 19. März 2025    Paul STROLZ
 
Konstituierung des Vereins "Zunftbruderschaft St. Josef zu Bichlbach" mit Neuwahlen des Vorstandes und deren Obleute ab 2025
19. März 2025 bis          Paul STROLZ

     Erich HEISERER 1991 bis 1997        Manfred SAURER 1997 bis 2003    Klaus ZIERNHÖLD 2003 bis 2015         Paul STROLZ 2015 bis

Mitgliedschaft bei der Zunftbruderschaft

Werden auch Sie Mitglied beim Verein "Zunftbruderschaft St. Josef zu Bichlbach".

Mit Ihrem Mitgliedsbeitrag von € 20,- p.a. unterstützen Sie die Bemühungen zur Sanierung und Erhaltung der einzigen Zunftkirche in Österreich. Und so einfach geht es: Füllen Sie bitte die Beitrittserklärung im nachfolgenden Beitrittsformular aus und senden diese an: info@zunftbruderschaft.at oder per Post an: Paul Strolz, Lechtaler Straße 38c, 6600 Lechaschau. Herzlichen Dank!


Datenschutzgrundverordnung Kurzfassung
Die Übermittlung Ihrer personenbezogenen Daten erfolgt freiwillig. Die Daten werden in der Mitgliederdatei der Zunftbruderschaft gespeichert. Wir verwenden diese Daten ausschließlich dazu, um Ihnen Informationen über die Zunftbruderschaft/Zunftkirche zu übermitteln. Eine Weitergabe an Dritte wird nicht erfolgen. Sie können die Einwilligung zur Speicherung und Verwendung Ihrer Daten jederzeit und ohne Angabe von Gründen widerrufen und Auskunft zu Ihren gespeicherten Daten erhalten. Wenn Sie nicht möchten, dass wir Ihre personenbezogenen Daten speichern und für den Zweck der Mitgliederinformation verwenden, dann teilen Sie uns das bitte in einem formlosen Schreiben mit oder an info@zunftbruderschaft.at

Neueindeckung Schindeldach

22.11.2025

Sanierung der Zunftkirche erfolgreich und unfallfrei abgeschlossen

Die altehrwürdige Zunftkirche St. Josef zu Bichlbach erstrahlt weithin in neuem Glanz: Ende Oktober 2025 wurden die Arbeiten der Neueindeckung des Schindeldaches, des Turmes, der Fassade, der feuchten Stellen im Innenbereich und der Spenglerarbeiten erfolgreich und unfallfrei abgeschlossen.

Mit einem Dankgottesdienst am 23. November 2025 feierten die Zunftmitglieder und die gesamte Bevölkerung den unfallfreien Ablauf der Sanierung. Pfarrer Tomasz Kukulka würdigte in seiner Predigt den Einsatz vieler HelferInnen. Paul Strolz, Obmann der Handwerkszunftbruderschaft St. Josef, bedankte sich bei allen beteiligten Firmen: Astner Holzschindeln aus Wiesing, Zimmerei-Holzbau Poberschnigg aus Lermoos, Malerei – Vergoldung Hornstein aus Reutte, Spenglerei Strigl aus Pflach, Außerferner Gerüstbau aus Lechaschau, und bei den Mitarbeitern des Bauhofs der Gemeinde Bichlbach und Klaus Ziernhöld.

Ein dankerfülltes Vergelt’s Gott sendete Strolz an diverse Förderstellen des Landes und an diverse Körperschaften: Kirchliches Bauen Diözese, Landesgedächtnisstiftung, Bundesdenkmalamt, Kulturabteilung Tirol, Agrargemeinschaft und Gemeindegutagrargemeinschaft Bichlbach, Planungsverband Zwischentoren, Tiroler Zugspitz Arena, Fonds für Umwelt.Soziales.Kultur der Raiffeisenbank Oberland-Reutte, Pensionistenverband Bichlbach, Gemeinde Bichlbach und den zahlreichen SpenderInnen. Strolz betonte: „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele. Sind wir darauf stolz, dass wir gemeinsam das kulturelle Erbe unserer Vorfahren weiterführen und -leben dürfen – wer bei der Kultur spart, vergisst sich selbst - Kultur ist nicht vergänglich!“

Im Lauf der Jahrzehnte setzten Wind und Wetter dem Schindeldach, der Fassade, dem Turm und den Regenabflussrohren gewaltig zu. Bei einer Renovierung eines solch alten Bauwerks (die Zunftkirche wurde 1710 erbaut und vor 51 Jahren grundlegend saniert) ist man vor Überraschungen natürlich nie gefeit, deshalb dauerten die Arbeiten von Juli bis Oktober 2025. Unvorhersehbaren Arbeiten konnten nicht im ursprünglichen Budget enthalten sein. „Und daher erhöhten sich die Kosten auf € 123.000,-“ erklärte Obmann Strolz. Aus diesem Grund wurde die Spendenaktion zugunsten dieses Projekts bis zum 28. Februar 2026 verlängert. „Wir danken allen, die bereits gespendet haben, und hoffen, dass noch einige dazukommen“, gibt sich der Vorstand des Vereins zuversichtlich, dass vielen Menschen die Bewahrung dieses kulturellen Erbes (St. Josef ist die einzige Zunftkirche in ganz Österreich) ein Herzensanliegen ist.

INFO: Sein Scherflein beitragen kann man über das Konto der Zunftbruderschaft St. Josef zu Bichlbach mit der IBAN: AT21 3699 0000 0811 4704 bei der Raiffeisenbank Oberland-Reutte eGen.

Steuerlich absetzbare IBAN: AT07 0100 0000 0503 1050 bei der BAWAG-PSK - lautend auf Bundesdenkmalamt Wien. BIC: BUNDATWW (nur bei Auslandsüberweisungen). Der Aktionscode für die Spende lautet: A487 und ist bis 28.02.2026 gültig! Für weitere Informationen besuchen sie www.zunftbruderschaft.at

Tinzltag Imst

22.11.2025

Beim "Tinzltag" der Fuhrleutezunft Imst waren Klaus Ziernhöld, Walter Feineler und Paul Strolz vertreten. Auch der "Kappler Handwerkerverein" war zu Gast in Imst. Um 9:00 Uhr fand der Gottesdienst in der Imster Stadtpfarrkirche statt und danach gings zur Zunftversammlung ins Hotel Hirschen.   

Frauen zu Gast im Zunftmuseum

24.10.2025

Frauen zu Gast im Zunftmuseum ist eine Veranstaltung der Kulturrunde Bichlbach-Wengle-Lähn.
Phänomenale Frauen - eine Lesung der anderen Art von und mit Frau Dr. Gudrun Hermann.  Die Stimmen von Frauen gehört gehört! Diese LESUNG ist eine HOMMAGE an FRAUEN, die mit Worten die Welt bewegt haben und an jene, die es im Stillen tun.
 
FREITAG, 14. November 2025
Beginn 19:00 Uhr
Zunftmuseum Bichlbach Wahl 31a (Zunft/-Gemeindehaus)

Zu Gast bei der Zunft

15.10.2025

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zu Gast bei der Zunft“ erzählte Barbara Flad, die Leiterin der in Zams beheimateten Kongregation der Barmherzigen Schwestern des Heiligen Vinzenz von Paul, am Mittwoch, 15. Oktober, um 19 Uhr im Dorfheim Bichlbach über ihre Arbeit als Generaloberin, Konzernchefin und Gottsucherin.

Die Studien über Soziale Arbeit und Katholische Theologie und die Auslandserfahrungen in England und Peru waren für ihren weiteren beruflichen Lebensweg sehr wertvoll. Die 48-jährige, gebürtige Münchnerin promovierte 2021 zusätzlich zur Doktorin der Philosophie im Fachbereich Palliative Care. Seit Anfang dieses Jahres wurde sie zur Generaloberin ihrer Kongregation gewählt. Sie ist damit letztverantwortlich für die Schwesterngemeinschaft und deren Einrichtungen in den Bereichen Bildung sowie Gesundheits- und Sozialwesen. In ihrem Vortrag gab sie einen spannenden Einblick in ihren gefüllten Terminkalender.

Kultur Nacht 2025

11.10.2025

Im Rahmen der Kultur Nacht Außerfern startete am 11. Oktober 2025 um 18:00 Uhr im Bichlbacher Zunftmuseum die "Huanza"-Veranstaltung mit dem Titel „Ein Abend für alle Sinne“. Nach einer Begrüßung durch den Obmann der Kulturrunde Bichlbach-Wengle-Lähn, Walter Feineler, erzählte Jürgen Gerrmann über das Bild der Großeltern, das sehr positiv ist und man meist vergisst, wie anstrengend und schwierig das Leben von Oma und Opa gewesen sein musste. Er erklärte, dass die Oma von Christine Schneider, der Künstlerin dieses Abends, für eine Generation steht, in der die Frauen doppelt so stark sein mussten wie in anderen. Christine Schneider erzählte, dass ihre Oma viel Leid erleben musste und auch eine harte Zeit in den Bergen hinter sich hatte. Was sie aber nie vergessen wird, ist, dass sie an manchen Tagen das Lied vom Edelweiß „Das schönste Bliamerl“ gesungen hat. Daher trägt die Ausstellung auch den Titel dieses Liedes und ist ganz ihrer Oma gewidmet. DREIFACHEGENIALITÄT. Zur Eröffnung der Ausstellung las Claudia Lang-Forcher von drei genialen Frauen. Sie begann mit einer Geschichte von Mileva Einstein-Maric, einer engagierten Physikstudentin, die aufgrund dessen, dass sie während des Studiums ihrem Mann, Albert Einstein, begegnete, es nie zur Physikerin und Mathematikerin geschafft hatte und was sie alles wegen ihm verloren hatte. Unter dem Titel „Doch dazwischen kam die Liebe“ erzählte sie nicht nur von dieser brillanten Wissenschaſtlerin, sondern auch die Geschichte von Dr. Anna Dengel, die sich für das, wofür sie sich begeisterte, einsetzte und so 50 Krankenhäuser gründete, auch wenn es schwer war. Weiters trug Claudia Lang-Forcher ein Interview mit einer Zwangsarbeiterin vor, die schließlich im Bezirk Reutte heiratete, um hierbleiben zu dürfen. Untermalt wurde diese Veranstaltung von Liedern, die von Ulrike Aicher geschrieben und gesungen wurden. Dabei erhielt sie Unterstützung von Eva-Maria Kleiner. Diese beiden Frauen begeisterten mit ihrem Gesang alle Besucher. QUER DURCHS AUSSERFERN.

Diese Ausstellung ist noch bis zum 12. Januar 2026 im Zunftmuseum Bichlbach zu den üblichen Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung zu sehen.

Radio Tirol Sommerfrische

18.08.2025

Die RADIO TIROL SOMMERFRISCHE war am 18. August 2025 zu Gast im Zunftmuseum Bichlbach.
 
Ein Programmpunkt war das Zunftmuseum, das im historischen Alten Widum (erbaut 1761) direkt neben der Pfarrkirche untergebracht ist. Zwischen alten Werkbänken, Werkzeugen und kunstvollen Exponaten tauchten die Besucher/innen tief in die Geschichte der Außerferner Handwerker ein. Ab 1694 war Bichlbach der Mittelpunkt aller Außerferner Handwerker. Bei den Führungen mit Walter Feineler (Obmann der Kulturrunde Bichlbach) und Ernst Hornstein (Obmann des Museums Grünes Haus Reutte) wurde anschaulich erzählt, wie Zimmerer, Maurer, Maler, Stuckateure und Bildhauer einst ihr Handwerk ausübten. Paul Strolz (Obmann der Zunftbruderschaft) führte interessierte Besucher/innen in die Zunftkirche, die einzige Österreichs. Sie lauschten den kurzen Geschichte über die Entstehung der Handwerkszunftbruderschaft St. Josef zu Bichlbach und über den Bau der Zunftkirche St. Josef.
 
Besonderes Highlight war die Sonderausstellung der Fachschule für Kunsthandwerk und Design Elbigenalp unter dem Motto „Holz, Farbe, Kunst“. Farbenfroh und kreativ ging es auch im Kinderprogramm zu: Beim Steine bemalen und Schminken hatten die jüngsten Besucherinnen und Besucher ihre Freude.
 
Skilegende Niki Hosp, Historiker Peter Linser, Museumsdirektor Ernst Hornstein, Kulturobmann Walter Feineler, Bürgermeister Stefan Schwarz, Architekt Philipp Weinberger, Schuhmachermeister Franz Leitner und Zunftobmann Paul Strolz waren die Interviewpartner von Moderatorin Isabella Krassnitzer. Ein großes Lob an das gesamt ORF "Sommerfrische-Team" für die Abwicklung dieses Events!
 
Die Sonderausstellung „Holz, Farbe, Kunst“ kann noch bis 22. September 2025 täglich besucht werden. Freiwillige Spenden nehmen wir gerne entgegen.
 

Segnung Zunftstange

05.06.2025

In der Schulkapelle des Bildungszentrums LLA Imst fand die Segnung der neu angefertigten Zunftstange für die Tiroler Vergolder- und StaffiererInnen statt. Dieses einzigartige Kunstwerk wurde von Schülerinnen der Fachschule für Kunsthandwerk und Design, Elbigenalp, entworfen und angefertigt. Eine würdige Segnungszeremonie hatten sich Schüler wie Lehrkräfte redlich verdient, denn seit Schulbeginn war man in Elbigenalp damit beschäftigt, diese Zunftstange zu kreieren. „Die Arbeitsschritte sind so aufwändig, dass ein Werkstück allein aufgrund der Technik mit der Zeit immer mehr an Wert gewinnt.“ Insgesamt waren die Schülerinnen Pia und Melissa damit beschäftigt, in zwölf bis vierzehn Arbeitsschritten Gold aufzulegen und letztlich zu polieren. Das Blattgold stammt von Wiener Blattgoldschlägereien. An der Zunftstange wurde eine Legierung aus 23 1/2 Karat verwendet.

Zur Feier kamen neben dem Imster Dekan Franz Angermayer auch Pater Jakob Wegscheider aus dem Franziskanerkloster Brixen und Pfarrer Johannes Hohenwarter vom Stift Wilten, beides gelernte Vergolder. Selbst Berufsgruppensprecher Markus Bauer war aus Krems mitsamt der Österreichischen Zunftstange angereist. Alle Imster Zünfte ließen es sich nicht nehmen und beehrten die Segnung ebenfalls mit ihrer Anwesenheit, samt ihren Zunftstangen. Der Hausherr der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt, Direktor DI Thomas Moritz, trug mit seinem Personal ebenso zum Gelingen dieser außergewöhnlichen Feier bei.

Zunftfeier und Bruderschaftsversammlung 2025

19.03.2025

Historischer Tag für die Zunftbruderschaft St. Josef zu Bichlbach: Die Zunftversammlung am Josefitag (19. März 2025) gab im Dorfheim Bichlbach der Veränderung der Rechtsform ihren Segen: Die bislang kirchliche Vereinigung fungiert nun als öffentlich-rechtlicher, gemeinnütziger Verein. Die Ziele bleiben dieselben, und auch die Tradition der Verleihung des seit 2010 vergebenen Sozialpreises wird beibehalten. Heuer ging er an den Rotary-Club Reutte-Füssen, der 1968 als erster länderübergreifender Club Europas gegründet wurde. Der frühere Reuttener Bezirkshauptmann Dr. Dietmar Schennach führte als Laudator zahlreiche karitative Projekte an, die in diesen 57 Jahren unterstützt wurden. Präsident RA Dr. Christian Tschiderer (Vierter von rechts), sein Vorgänger Dr. Michael Kehl (Dritter von rechts) und seine designierte Nachfolgerin Cornelia Wentzler (Vierte von links) freuen sich sehr darüber. Laudator Dr. Dietmar Schennach, Dekan Mag. Franz Neuner, Zunft-Präsident Paul Strolz sowie die Pfarrer Tomasz Kukulka und Donatus Wagner (von links) gratulierten herzlich.

Mit der Umwandlung der Rechtsform zeigten sich alle bisherigen Mitglieder einverstanden. Laut Paul Strolz, dem geschäftsführenden Präsidenten, wurde dieser Schritt nötig, weil die 1977 wiedergegründete Bruderschaft unter dem damaligen Bischof Dr. Paul Rusch als kirchliche Vereinigung ins Leben gerufen worden sei. Im mittlerweile überarbeiteten kirchlichen Gesetzbuch komme der entsprechende Paragraf indes nicht mehr vor: „Wir benötigen aber eine rechtliche Grundlage für unsere Arbeit.“ Und das sei der neu gegründete Verein. Schennach verwies auch auf die dringend nötige Dachsanierung: „Wir brauchen viel Kraft, um das Kulturgut Zunftkirche zu erhalten. Öffentliche Förderungen können wir nur bekommen, wenn wir eine Rechtspersönlichkeit sind.“ An den Zielen der Zunftbruderschaft (nicht zuletzt der Erhalt der einzigen Zunftkirche Österreichs) ändere sich durch diesen Schritt nichts.

Der Bruderschaftsrat wird zum Vereinsvorstand
Der Bruderschaftsrat firmiert künftig als Vorstand. Dieses neunköpfige Gremium setzt sich nach den Neuwahlen wie folgt zusammen: Obmann Paul Strolz; Vize-Obmann Ernst Hornstein; Schriftführerin Mag. Birgit Maier-Ihrenberger; Kustos: Klaus Ziernhöld; Kassiererin: Brigitte Hornstein; Chronist: Jürgen Gerrmann. Hinzu kommen qua Amtes Bichlbachs Pfarrer (Tomasz Kukulka) und Bürgermeister (Stefan Schwarz) sowie der Obmann der örtlichen Kulturrunde (Walter Feineler). Als Schirmherren fungieren Bischof MMag. Hermann Glettler, Dekan Mag. Franz Neuner und Landeshauptmann Anton Mattle. Mit großem Dank wurden Dekan Franz Neuner, Dr. Dietmar Schennach, Wolfgang Winkler, Johann Hosp, Johann und Simon Strolz, Andrea Schindl, Manfred Saurer und Helmut Lagg verabschiedet, die jahrzehntelang im Bruderschaftsrat wertvolle Arbeit geleistet hatten.

In Memoriam Lorenz Wacker

04.11.2024

In Memoriam Herrn Kassier und Zunftprobst Lorenz Wacker *02.08.1943 - †04.11.2024

Die Zunftbruderschaft St. Josef zu Bichlbach verliert mit Herrn Lorenz Wacker einen treuen, verlässlichen Weggefährten. Sowohl die Zunftbruderschaft als auch die Zunftkirche waren seine Herzensprojekte. Lorenz hinterließ auf seinem Lebensweg sichtbare Spuren. Schon bei den anfänglichen Renovierungsarbeiten 1973 war er Kassier und das bis zu seinem Ableben. Als Zunftprobst sperrte Lorenz täglich die Zunftkirche auf und zu, mit seiner Gattin Marlene sorgte er sich um die Ordnung und Sauberkeit, um den Blumenschmuck und räumte rund um die Zunftkirche auf. Selbst den Weg zur Kirche befreite Lorenz im Winter vom Schnee. Die Gedenkkerzen wurden entsorgt und neue bestellt, das Besucherbuch gepflegt und erneuert. Er war es auch, der die Idee einer Zunftkrippe hatte und seitdem schmückt diese in der Weihnachtszeit den Innenraum. Das alles, und vieles mehr war Lorenz.
 
Bei den unzähligen Führungen spürte jeder, dass Lorenz das Erzählte auch selbst lebte, leidenschaftlich. Er hatte eine Ahnung von dem, was er den Menschen an Geschichten rund um den Bau, die Sanierung und Erhaltung dieses barocken Juwels erzählte. Und genauso war es beim Thema Zunft- und Handwerksbruderschaft. Auch im Zunftmuseum/-haus und in der Pfarrkirche St. Laurentius fühlte er sich wie zu Hause und begeisterte die Besucherinnen und Besucher mit seinem Wissen. Mit viel Charme erzählte er auch einige Anekdoten, humorvoll vorgetragen und immer mit einem verschmitztem Lächeln im Gesicht. Das erfüllte ihn mit Stolz und inniger Dankbarkeit. Von 1973 bis 2024 war Lorenz eine tragende Säule der Bichlbacher Zunftbruderschaft St. Josef und der Zunftkirche und das bis zu seinem Tod. Für sein unermüdliches Wirken, Walten und Pflichtbewusstsein werden wir Lorenz in bester Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Lorenz, Ruhe in Frieden.
 

50 Jahre Renovierung Zunftkirche St. Josef (1974-2024)

13.10.2024

Zur Erinnerung an die „Wiedergeburt“ der einzigen Zunftkirche Österreichs fand am Sonntag, 13. Oktober 2024, um 10 Uhr ein Festgottesdienst in der Zunftkirche St. Josef statt.

Herr Dekan Franz Hinterholzer (ein gebürtiger Bichlbacher) zelebrierte gemeinsam mit Herrn Pfarrer Tomasz Kukulka den Festgottesdienst. Für die musikalische Begleitung sorgte harmonisch die Bundesmusikkapelle Bichlbach unter der Leitung des Herrn Kappellmeisters Christoph Schrötter. Bei der Predigt erinnerte Herr Dekan Franz an die damalige Renovierungsjahre. Mit stolz erzählte er auch über seine Mithilfe beim Abhacken des Verputzes. Dazu kramte er eigens im elterlichen Bauernhaus in Bichlbach (Gipfl) und fand auf Anhieb jene Hacke, die er 1973 dafür verwendete. Als Abschluss gab Herr Präsident Paul Strolz einen kurzen Einblick warum diese Zunftkirche erbaut wurde. Als geistigen Vater nannte er den damaligen Pfarrer Lukas Egger, Sohn des Reuttener Kaufmanns Bartholomäus Egger. Er war es, der nicht nur die Handwerks-/Zunftbruderschaft sondern auch dieser Zunftkirche den Atmen einhauchte. Und beides mit Dekret des damaligen Kaisers Leopold I. Bei der anschließenden Agape, zu der alle herzlichst eingeladen waren, erzählte Herr Historiker Dr. Peter Linser eindrucksvoll über Daten, Fakten und Zahlen.

Heute thront sie auf diesem "Hinterbichl-Fels" - als einzige Zunftkirche Österreichs - schützend über der Gemeinde Bichlbach-Wengle-Lähn und erinnert als Wahrzeichen an die Blütezeit des Handwerks und daran, dass damals Bichlbach der Mittelpunkt aller Außerferner Handwerker war. Als 1859 die neue Gewerbeordnung Einzug hielt, waren die Zunftbruderschaften  "entmachtet". Das hatte auch zur Folge, dass die Zunftkirche immer mehr in Vergessenheit kam und zur einsamen Ruine verfiel. Gott sei Dank brachte Herr Dir. Otto Haudek mit einigen Zeitungsberichten die Renovierung ins Rollen. Diese Gedanken nahmen Herr HR Dr. Theodor Amann, Herr Josef "Pepi" Strolz und Herr Bgm. Arthur Hosp als Renovierungsauftrag an. Und was daraus wurde, das können Sie bei einem Besuch vor Ort gerne selbst erleben.

Inzwischen hat diese einzigartige Zunftkirche seinen Platz in unserer Geschichte, in unserer Kultur. Daran fühlen sich viele in großer Dankbarkeit verbunden.

GLÜCK IST, ZEIT MIT MENSCHEN ZU VERBRINGEN, DIE AUS EINEM GANZ NORMALEN TAG, ETWAS BESONDERES MACHEN!

Es war so ein Tag.